| Willi (Wilhelm) Simon |
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12/30/2002 Read more about Willi Simon at www.peter-axel-simon.de Story about my father, while he was a prisoner in the world war II in U.S.A. Mein Vater kam als junger Soldat im Alter von 22 Jahren als Gefreiter an die Front – Hauptkampflinie. (BILD VON PAPA UND SEINER SCHWESTER LENA, aufgenommen vor dem Krieg) Während eines Gefechts in der Eifel (Bundesland Rheinland-Pfalz) geriet er mit zwei Kameraden, die etwa im gleichen Alter waren, in Gefangenschaft durch die US-Armee. Mein Vater gehörte zu einer Fallschirmjäger-Einheit und wurde noch in Frontnähe von deutsch sprechenden Armeeoffizieren der US-Armee verhört. Nach dem Verhör wurde er weiter zurück hinter die Kampflinie transportiert. Während der Gefangennahme und des Verhörs hatte er ein ungutes Gefühl weil er nicht wusste was man mit ihm vorhatte. Er sah erstmalig amerikanische Soldaten und infolge der deutschen Kriegspropaganda waren für die jungen deutschen Soldaten die Amerikaner die bösen Unmenschen, die bekämpft werden mussten. Später wurde er in einem großen Gefangenentransport nach Cherbourg in Frankreich gebracht. Dort verbrachte er einige Zeit in französischer Kriegsgefangenschaft, bis sie nach ihren ehemaligen Waffengattungen aussortiert wurden. Mein Vater kam mit Kameraden der Luftwaffe und der Marine in ein anderes Gefangenenlager in Frankreich. Etwa im Herbst 1943 wurde er mit vielen anderen Gefangenen im Hafen von Bolweg (Frankreich) auf ein Schiff gebracht. Wie er erst später erfuhr, handelte es sich dabei um die „Queen Mary“. Auf diesem Schiff erfuhr er das erste mal, dass er nach Amerika transportiert wird. Die Gefangenen waren sehr hoffnungslos, weil sie nicht wussten, was mit ihnen geschah. Auf Grund der ständigen Transporte und der Gefangenschaft waren sie ausgehungert, verdreckt und verlaust auf der „Queen Mary“ gelandet. Doch hier erfuhren sie eine gewaltige Änderung. Sie wurden entlaust und mussten sich baden. Sie bekamen Rasierapparate und mussten sich den Bart und die Haare abrasieren. Auch jetzt erfuhren sie erst, warum sie außer Landes gebracht werden sollten. Da sie zu einer Spezialtruppe gehörten, wollten die Alliierten sie außerhalb der Reichweite von Deutschland haben. Auf dem Schiff erhielten sie erstmals guten Kaffee und gutes Essen. Er war fassungslos, als sie nach vielen Tagen auf hoher See in New York ankamen. Auch hatten sie keine Angst mehr erschossen zu werden, weil sie davon ausgingen, dass man sie nicht so weit wegbringen will um sie dann zu erschießen. Die Gefühle zu den amerikanischen Soldaten hatten sich zwischenzeitlich sehr zum Guten verändert. Nach der Ankunft in New York kam er zunächst für kurze Zeit (etwa 6 bis 8 Wochen) mit ca. 1000 Kameraden ins Camp Atterbury, Indiana. Sie wurden dort wieder mit Kaffee und Kuchen empfangen und konnten zunächst gar nicht verstehen, was mit ihnen geschah. Von dort aus hatte er zum erstenmal die Möglichkeit, an seine Eltern in der Heimat eine Mitteilung zu schicken, die ihn bis zu diesem Zeitpunkt als vermisst hielten. (BILD DER MESSAGE) Vom Camp Atterbury wurde er ins Camp Fort Knox in Kentucky gebracht. Dort lebte er mit seinen Kameraden in Wohnbaracken und hatte auch einen guten Kontakt zum Lagerkommandanten. Jegliche Arbeit machten sie dort freiwillig und ohne Zwang. Seine Arbeit begann in einer Heißmangelstube innerhalb von Fort Knox. Es war eine Wäscherei der amerikanischen Soldaten. Sie trugen auch bald keine deutsche Uniform mehr, sondern wurden neu eingekleidet mit Kakikleider aus Militärbeständen der U.S.A. Diese waren jedoch auf dem Rücken und auf den Hosen mit „PW“ gekennzeichnet. Er hatte sich sehr schnell an seine Situation angepasst, zumal er auch Kontakte zu den dortigen Farmern hatte, bei denen er als Erntehelfer (Tomaten-, Gemüse-, Bohnen- und Tabakfarmen) eingesetzt wurde. Die Behandlung auf den Arbeitsstellen und durch ihre Bewacher war gut. Sie wurden als Menschen und nicht als Kriegsgegner behandelt. Aus dieser Zeit existiert heute noch ein kleines Buch „Das Neue Testament“, das ihm dort als Kriegsgefangener ausgehändigt wurde.
"My Dears, Just a short note to let you know I am well and hope the same with you. To a reunion in the near future. Your willi " In der Freizeit konnten sie den Sportplatz benutzen und hatten auch eine eigene Theatergruppe gebildet. Auch schnitze er in seiner Freizeit Holzbilder in die er seinen Namen eingravierte und die er an die Lagerbewachung, mit denen er guten Kontakt hatte, verschenkte. Nach Kriegsende war er fast noch ein Jahr in Amerika und wäre auch gerne dort geblieben. Aber die Vorschriften ließen dies nicht zu und so wurde er zurück nach Europa gebracht. Dies war etwa im Januar / Februar 1946. Er kam über ein französisches Lager, wo sie ihm zunächst alle guten Kleider wieder abnahmen, nach Deutschland zu seinen Eltern. Im Jahr 1947 heiratete er seine Edith. (HOCHZEITSBILD) Er wurde nach dem Krieg Polizeibeamter und Vater von 3 Söhnen. 1956 begann er, eine Erzählung „das Vergessene Kreuz von Kentucky“ zu schreiben. Die Erzählung, die er nicht beendete, spielt in der Zeit seiner Gefangenschaft im Camp Fort Knox. In dieser Geschichte handelt es sich um ein Holzkreuz, das bei Rodungsarbeiten im Spätherbst 1944 auf einer Tomatenfarm (namens Johannafarm) nördlich von Kentucky durch den Erzählenden während seiner Gefangenschaft gefunden wird. Die Inschrift war B.K. (in der Erzählung später in M.J. geändert). Es wird eine Bar in der Kennedystraße beschrieben und vom Leben in dieser Gegend. Später folgte die Entlassung in die Heimat und die anschließende Rückkehr nach Kentucky, um das Geheimnis des Kreuzes zu finden. Am 09.Oktober 2001 verstarb mein Vater. Er hinterließ uns seine Aufzeichnungen, die ich versuche auszuwerten und in einen kleinen Bericht zusammenzufassen. In seinen Aufzeichnung hat er nur selten ein genaues Datum oder einen genauen Zeitraum genannt, deshalb sind diese umschrieben. Auch wurden manche Ausdrücke aus seinen Aufzeichnungen in meinem Bericht wörtlich übernommen. Bad Bergzabern, 30.12.2002 Translation of Letter from Son of
German POW, WW2, Willi Simon, Gefreiter, My father came to the front as a young 22-year-old Corporal (Main Battle Area) Picture of Dad with his sister Lena (Taken before the war) During a battle in the Eifel (Rhineland-Pfalz District), along with two older soldiers of about the same age, my father became a prisoner of War via the US troops. My father was a member of the airborne unit and was interrogated by German speaking US officers close to the front lines. After the interrogation, they were transported to the rear area. During his internment, and during the interviews, he was very concerned and unsure as to what was going to happen to him. According to German propaganda, to the German youth, all American soldiers were to be considered as mad inhuman beings that needed to be fought against. Later he was transported to Cherbourg, France on a giant troop transport truck. There he spent some time in a French camp until the prisoners were segregated according to their military branches. My father along with his buddies from the Air Force and the marines were sent to another camp in France. In the fall of 43, he along with many other prisoners in the port of Bolweg ( France) was placed on a ship. He later found out that it was the “ Queen Mary”. On the ship they found out they were going to America. The prisoners were very desponded because they had no idea what was in store for them. Also, as a result of being prisoners and having been moved around, the were hungry, dirty and flea-bitten when they came on board the “ Queen Mary” On board, they underwent a major change. They were deloused, allowed to bathe, and were issued razors and instructed to shave and remove all beards. They were also informed that because of their special troop membership the Americans wanted to remove them out of the reach of the German fighting areas. On the ship, they received their first good coffee and good food. He was surprised that after days on the high sea, they arrived in New York. They also overcame the fear of being shot. They reasoned that they would not be shipped this far to be shot. During this time they also developed a positive attitude about the American soldiers. After arrival in New York , he along with 1,000 buddies went to Camp Atterbury for 6-8 weeks. They were received with coffee and cake and could not fathom what was going on. From Atterbury he was able, for the first time, to write his parents back home.
( Picture of his Message) From Camp Atterbury he was transported to Ft. Knox, Kentucky. There he lived in troop barracks and also had good contact with the Camp Commander. All work they did was on a voluntary basis and without pressure to perform .His work began in the Ft. Knox laundry. It was a laundry for American soldiers. After a while, they no longer wore their German uniforms but were issued American military khakis. On the back of their shirts and pants were the letters “PW”. He became very adept to his situation and also made good contact with the farmers for whom they harvested tomatoes, vegetables, beans, and tobacco. Their treatment at the work sites and by the guards was very humane, and they were not treated as prisoners. Also from these times, exists a little book called “ The New Testament” which was presented to them as POWs. ( Picture of the inside of the book) During their free time they could use the sport field and they also established a theater group. He also created woodcarvings in which he engraved his name, and he presented them to the guards with whom he had contact . He stayed in America for a year after the war was over and he would have liked to stay longer. The authorities would not allow it and he was sent back to Europe. This was in January of 1946. He was sent to a French Camp where they took away all of his good clothes. From there to Germany and home to his parents. ( Wedding Picture) He became a Policeman and a father with three children. In 1956 he began to write a recollection “ The Forgotten Cross from Kentucky”. This recollection he did not finish. It dealt with his time as a POW in Ft. Knox Kentucky . It also evolves around a wooden cross that he found in the fall of 1944, on a tomato farm named (Johanna farm ), in northern Kentucky. Its inscription was B.K. but was changed to M.J. in his recollection. The book also talked about a bar on Kennedy Street and talks about life in that area. He also wrote about his return to his home and his return to Kentucky to uncover the secret of the cross. On 9 October 2001, father died. He left behind his notes, which I researched in order to render this report. In his notes he rarely used exact dates or places. Also, some of his expressions were literally transcribed for you. Bad Bergzabern , 30 Dec, 2002 Read more about Willi Simon at www.peter-axel-simon.de |
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